FAQ
Hier finden Sie Antwort auf die häufigsten gestellten Fragen. Sollte Sie dennoch Fragen offen haben, kontaktieren Sie uns jederzeit.
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Architektur
Welche Planraster stehen zur Verfügung?
Sämtliche Modul-Größen entsprechen international einheitlichen Normen. In unserem Sortiment werden i.d.R. ausschließlich sogenannte High Cubes (HC) mit einer Gesamthöhe von 2,90 Meter verwendet. In der Länge entspricht das Planraster den genormten Containerlängen: 12,19 Meter (40FT), 9,12 Meter (30FT) und 6,06 Meter (20FT). In der Breite entspricht das Planraster der Containerbreite von 2,44 Meter.
Welche Flexibilität bietet die Grundrissgestaltung beim Modulbau?
Unsere Module können sowohl einzeln als auch miteinander verbunden genutzt werden. Es lassen sich auch unterschiedlich lange Module miteinander verbinden. Hierzu werden die Seitenwände herausgetrennt und die Fugen abgedichtet. Unterteilungen mit Trockenbauwänden, z. B. für den Einbau eines Badezimmers, sind ebenfalls möglich. Die günstigste Nutzung erhält man bei der Verwendung eines einzelnen Moduls als Raumzelle.
Wie ist die Flächeneffizienz im Vergleich zur konventionellen Bauweise?
Der gesamte Wandaufbau ist mit 14 Zentimetern sehr schmal und besteht aus der Containerstahlwand, der monolithischen Hochleistungsdämmung und dem raumseitigen Abschluss mit einer Gipsfaserplatte. Der Wandaufbau bietet dadurch eine Innenraumbreite von 2,16 Meter (maximal 2,20 Meter). Das Verhältnis von Nutzfläche (NF) zu Bruttogeschossfläche (BGF) beträgt sehr gute 0,86. Dadurch bieten Module deutlich mehr Flächeneffizienz im Vergleich zur konventionellen Bauweise.
Wie groß ist ein Modul?
Unser Sortiment besteht primär aus 2 Modellvarianten:
20FT HC Container
Außen: 6,06 Meter (Länge) x 2,44 Meter (Breite) x 2,90 Meter (Höhe)
Innenraum: ca. 5,70 Meter x 2,16 Meter = 12,3 Quadratmeter (bei 2,50 Meter lichter Raumhöhe)
40FT HC Container
Außen: 12,19 Meter (Länge) x 2,44 Meter (Breite) x 2,90 Meter (Höhe)
Innenraum: ca. 11,80 Meter x 2,16 Meter = 25,5 Quadratmeter (bei 2,50 Meter lichter Raumhöhe)
Lassen sich die Module zu größeren Räumen verbinden?
Ja, weil durch die Kombination mehrerer Module vielfältige Grundrissoptionen entstehen können. Dafür können die gesamten Seitenwände, alternativ auch nur Teilausschnitte der Seitenwände, herausgetrennt werden.
Bei entsprechend breiten Öffnungen müssen gemäß den Statik-Vorgaben separate Stahlstützen eingeschweißt werden, und bei der Endmontage vor Ort die Fugen umlaufend fachgerecht abgedichtet werden. Das Regenwasser wird i.d.R. über ein zusätzlich montiertes Flachdach gesammelt und über entsprechende Fallrohre abgeleitet.
Wie viele Module können übereinander gestapelt werden, und was ist beim Containerbau mit mobiler bzw. modularer Bauweise gemeint?
Auf einem Containerschiff können bei Seegang, Wind und Wetter bis zu 9 Container gestapelt werden Diese werden lediglich mit sogenannten Twistlocks und Bridge-Fittings verbunden. Dieses Verfahren hat sich seit Jahrzehnten weltweit im täglichen Einsatz bewährt und ist Teil der globalen Standardlogistik. Beim Hochbau müssen zusätzlich je nach Örtlichkeit projektbezogene statische Berechnungen sowie der Brandschutz berücksichtigt werden.
Einzelne Module können problemlos an allen Seiten miteinander verbunden werden, um größere Grundflächen zu erzeugen. Grundsätzlich können nachträglich auch jederzeit weitere Module ergänzt oder zurückgebaut werden. So entstehen Gebäude mit einer überaus effizienten Flexibilität, da die Module im Gegensatz zu anderen Modulbauweisen leicht und kostengünstig über Standardlogistik ihren Standort wechseln können.
Ist das äußere Erscheinungsbild vorgegeben oder veränderbar?
Sämtliche gängigen vorgehängten Fassadensysteme lassen sich an unseren Module montieren, wobei dieser bereits wind- und wasserdicht ist. Die Module können daher grundsätzlich auch im Original belassen oder in jedem RAL-Farbton lackiert werden. Die Containertüren können wahlweise entfernt oder zur Fassadengestaltung, als Sonnenschutz oder als Balkon genutzt werden. Auch extensiv begrünte Flachdächer, mit oder ohne Photovoltaik, sind möglich.
Welchen Einfluss kann ich auf den Innenausbau nehmen, und welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es für das Badezimmer?
Bei der Innenwandgestaltung kann zwischen Mineralfaserplatten oder Dreischichtholzplatten gewählt werden. Die Mineralfaserplatten können gestrichen oder tapeziert werden, die Holzplatte kann originalbelassen oder farbig lasiert/geölt werden.
Wir bieten auf den Modul-Grundriss maßgeschneiderte Systembadlösungen an und arbeiten in der seriellen Fertigung mit renommierten Fertigbadherstellern zusammen. Der Grundriss der Bäder ist i.d.R. vorgegeben, während Oberflächen, Materialien, Farben, Armaturen und Sanitärartikel frei wählbar sind.
Kosten
Wie hoch sind die Planungskosten in Vergleich mit einem konventionellen Gebäude?
Wir bieten auf Wunsch Planungsleistungen über unser Netzwerk von Architekten und Fachplanern an, die mit Containerarchitektur Erfahrung haben. Gerne beraten wir alternativ auch den kundenseitig vorgegebenen Architekten ab Leistungsphase 1. Die Planungshonorare orientieren sich auf Basis der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) am Leistungsumfang, der Komplexität und den anrechenbaren Baukosten des Projekts.
Dank bereits vorgeplanter Lösungen und umfangreichen Detailplänen sparen Sie wertvolle Zeit und Planungskosten in der Ausführungsplanung der Module.
Was kostet ein ausgebautes Modul?
Ein bezugsfertig ausgebautes Modul auf Basis eines 40FT HC Seefrachtcontainers mit EnEV-konformer Hochleistungsdämmung, zwei großformatigen, dreifach verglasten Aluminiumfassaden, Bodenaufbau und -belag, gestrichenen Innenwänden, Basislicht- und Elektrikpaket, gefliestem, komplett ausgestattetem Kompaktbad und Teilklimatisierung kostet je nach Ausstattung ab 65.000,- EUR netto. Andere Ausbauvarianten sind möglich, gerne erstellen wir Ihnen dazu ein individuelles Angebot.
Welche Preissicherheit bietet der Modulbau?
Die Abmessungen des einzelnen Modulen sind stets gleich und damit auch die Menge an benötigten Rohstoffen und Materialien. Ein hohes Maß an Standardisierung mit definierten Baugruppen- und Stücklisten garantiert Preissicherheit für alle Leistungen am bzw. im Modul, was auch den größten Anteil an den Gesamtbaukosten ausmacht. Ein schriftliches Angebot für die Module kann so innerhalb kürzester Zeit erstellt werden.
Projektbezogene Anforderungen, wie bspw. die Umsetzung von Vorgaben des Tragwerkplaners, die Beschaffenheit der Fundamente oder eine Möblierung der Module, werden projektbezogen kalkuliert.
Ab welcher Stückzahl wird ein Modulbau wirtschaftlich interessant?
Aufgrund der industriellen Verarbeitung, den damit verbundenen Rüstzeiten und dem projektbezogenen Planungsaufwand sind kleinere Projekte mit unterschiedlichen Modulen meist nicht wirtschaftlich. Deshalb bieten wir auch vorgeplante Module als fertige Produktlösungen in verschiedenen Ausbaustufen an. Die Bandbreite reicht dabei vom isolierten Rohbaumodul ab Werk, vorbereitet für den weiteren Innenausbau in Eigenleistung, über ein bezugsfertig ausgebautes Modul inklusive Bad, Teilklimatisierung, Elektrik und allen Oberflächen bis hin zum komplett möblierten Modul.
Wie viele Jahre beträgt die Lebensdauer eines Moduls?
Die Lebensdauer für den originalbelassenen Seefrachtcontainer wurde im Rahmen eines Gutachtens untersucht und beträgt 80 Jahre. Durch den Einsatz von Cortenstahl sind Seefrachtcontainer absolut witterungsbeständig, salzwasserresistent, und auch oberflächlich angerostete Seefrachtcontainer aus Cortenstahl schützen den darunterliegenden Stahl langfristig. Mit einer Lackierung außen oder alternativ mit vorgehängten Fassaden/einem Flachdach (die Module ist immer wind- und wasserdicht) lässt sich die Lebensdauer nahezu beliebig verlängern.
Kann bei Modulgebäuden die Nutzungsart geändert werden?
Die Module bleiben auch nach dem Aufstellen mobil und können mit Standardlogistik transportiert und mithilfe eines Autokrans versetzt oder ausgetauscht werden. Vorhandene Module lassen sich so durch neue Module mit anderer Nutzung ersetzen oder um weitere Module ergänzen.
Wenn man bei höheren Gebäuden einzelne, auch unten platzierte Module austauschen möchte, ist dies ebenfalls möglich: mit einem Gebäude in Containerhybridbauweise. Die Module werden dabei in ein Grid aus Betonfertigteilen geschoben, welches einfach ausgedrückt, vergleichbar ist mit einem überdimensionalen Hochregal.
Wie sind die Abschreibungszeiten der Module?
Die Abschreibung entspricht der eines konventionell errichteten Gebäudes. Das Modul kann unter bestimmten Voraussetzungen jedoch als bewegliches Wirtschaftsgut – also eine „Mobilie“ – eingestuft werden und ist damit über eine Laufzeit von 84 Monaten vollständig leasingfähig.
Bietet TCmobility auch das Leasing der Module an?
Grundsätzlich ist das Leasing der Module möglich. In diesem Zusammenhang arbeiten wir mit externen Leasingexperten und Finanzierungspartnern zusammen, die mit Containerprojekten vertraut sind. Wir beraten Sie gerne und erstellen Ihnen ein maßgeschneidertes Finanzierungskonzept.
Bietet TCmobility auch Mietlösungen an?
Grundsätzlich können unsere Module auch gemietet werden. In diesem Zusammenhang arbeiten wir mit externen Finanzierungspartnern zusammen, die mit Containerprojekten vertraut sind. Wir beraten Sie gerne und erstellen Ihnen ein maßgeschneidertes Mietmodell.
Welche Garantien gibt TCmobility?
Wir geben auf unser Rohbaumodul eine Gewährleistung von 5 Jahren. Bei allem anderen gilt die gesetzliche Gewährleistung.
Projektablauf
Wie groß ist die Zeitspanne von der Auftragserteilung bis zur Projektübergabe?
Im modularen Raster mit den Modulen ist eine schnelle und effiziente Planung möglich. Vorliegende Gutachten, statische Berechnungen und bewährte Detaillösungen beschleunigen den Planungsprozess. In der seriellen Fertigung mit standardisierten Abläufen können wir das ganze Jahr über witterungsunabhängig bauen.
Der mit über neunzig Prozent sehr hohe Vorfertigungsgrad der Module ermöglicht eine enorm kurze Bauzeit vor Ort. Alles in allem verkürzt sich der Bauprozess so um ca. siebzig Prozent im Vergleich zu konventionellen Bauweisen.
Wie lange sind die Bauzeiten im Werk und vor Ort?
Ein 40FT Seefrachtcontainer wird in nur zwei Stunden maschinell isoliert, inkl. raumseitigen Abschlusses mit einer Gipsfaserplatte. Abhängig von der Produktionsauslastung, dem Umfang der Ausbauarbeiten und dem Zeitpunkt der Produktionsfreigabe beträgt die Produktionszeit bei einem Projekt mit z. B. 20 Modulen rund 3 Monate ab Freigabe der Ausführungsplanung. Vor Ort werden die auf Wunsch bezugsfertig ausgebauten Module in wenigen Tagen auf die vorbereiteten Fundamente abgesetzt und angeschlossen. Bauzeiten lassen sich meist auf ein Drittel der sonst üblichen Bauzeitenplanung reduzieren.
Wer übernimmt bei einem Modulgebäude sinnvollerweise die Entwurfs- und Genehmigungsplanung?
Grundsätzlich bieten wir Ihnen folgende Wahlmöglichkeiten: Entweder beraten wir den von Ihnen beauftragten Architekten ab Leistungsphase 1, damit dieser die containerspezifischen Besonderheiten frühzeitig berücksichtigen kann. Alternativ planen wir Ihr Projekt inhouse oder vermitteln Ihnen gerne aus unserem Netzwerk mit Containerprojekten erfahrene Architekten und Fachplaner. Die Ausführungsplanung übernimmt TCmobility.
Welche Leistungsphasen nach HOAI kann ein externer Architekt realisieren?
Ein externer Architekt kann die Leistungsphasen 1 bis 4 erbringen. Dabei beraten wir den Architekten von Projektbeginn an und stellen umfangreiche Pläne sowie Gutachten zur Verfügung, damit die containerspezifischen Besonderheiten frühzeitig berücksichtigt werden. Ab Phase 5, der Ausführungsplanung, übernimmt TCmobility alle Planungsleistungen.
Wo werden die Module produziert?
Wir lassen unsere Module in Nordrhein-Westfalen (Deutschland) produzieren. Das Gelände unseres Produktionspartners umfasst aktuell ein 40.000 Quadratmeter großes Firmengelände. In den rund 13.000 Quadratmeter umfassenden Hallenflächen können bis zu 200 Module zeitgleich ausgebaut werden bei einer Gesamtkapazität von bis zu 3.000 Module im Jahr.
Welche Qualitätsmanagementprozesse gibt es?
Sämtliche Module werden unter gleichbleibend optimalen Bedingungen witterungsunabhängig produziert. Durch die maschinelle Verarbeitung ist der Innenraum auf den Millimeter präzise gefertigt, und vorgefertigte Elemente für den Innenausbau können schnell und passgenau eingebaut werden. Dabei unterliegt der Produktionsprozess fortlaufenden Qualitätskontrollen sowie einer Abnahme im Werk vor der Auslieferung durch den Bauherren oder Architekten. Qualifiziertes Fachpersonal und langjährig bewährte Lieferanten sind weitere Garanten für höchste Qualität.
Muss ich mit Einschränkungen, Lärmbelästigung und Emissionen auf der Baustelle rechnen?
Die Anlieferung, das Aufstellen und Anschließen der Module auf der Baustelle erfolgen aufgrund des hohen Vorfertigungsgrads innerhalb kurzer Zeit an die bauseits vorhandenen Anschlüsse und Fundamente. Projektbezogene Arbeiten vor Ort können z. B. noch die Montage eines vorkonfektionierten Flachdachs, Endarbeiten bei untereinander verbundenen Modulen oder die Inbetriebnahme der TGA sein.
Wie erfolgen Lieferung und Montage?
Auf Wunsch erfolgt die Lieferung unsere Module über Standardlogistik direkt auf die Baustelle. Die Montage erfolgt per Schwerlastkran, hierfür sind die Zufahrtsmöglichkeit und Bodentragfähigkeit zu beachten. Endmontage, Inbetriebnahme und Abnahme vor Ort erfolgen über geschulte Montageteams aus unserem Netzwerk.
Wann ist das Gebäude bezugsfertig?
Die Module werden innerhalb weniger Stunden auf die vorgefertigten Fundamente abgesetzt und mit den vorhandenen Anschlüssen für Wasser, Abwasser und Elektrik verbunden.
Kann der Bau ganzjährig erfolgen?
Durch die Fertigung der Module in Produktionshallen herrschen bei der Produktion der Module das ganze Jahr über gleichbleibende Bedingungen. Die Auslieferung ist nicht von der Witterung abhängig.
Technik
Wie ist die Außenwand der Module aufgebaut?
Der Wandaufbau des Moduls besteht im Standard von außen nach innen aus: Cortenstahl, PUR-Schaum (Polyurethan-/Polyisocyanurate-Hartschaum), Gipsfaserplatte, Mineralfaserplatte und Gipsfaserplatte. Wand- und Deckenoberfläche innen sind standardmäßig mit diffusionsoffener Silikatfarbe gestrichen. Auf der Rauminnenseite kann auch jede Großformatplatte eingebracht werden, bspw. eine Dreischichtplatte aus naturbelassenem Holz.
Welche Energiestandards sind realisierbar?
Unser Wandaufbau mit der monolithischen Hochleistungsdämmung und einem Wärmedurchgangswert von U = 0,20 bzw. 0,19 Wm2/k in Wand bzw. Decke ermöglicht die Einhaltung des aktuell geforderten EnEV-Standards. Wie alle dauerhaft errichteten Gebäude unterliegen auch Modulgebäude aus Seefrachtcontainern der jeweils gültigen Energieeinsparverordnung.
Der vom Gesetzgeber geforderte Einsatz regenerativer Energien in Verbindung mit Bauteildämmung, Anlagentechnik und sommerlichem Wärmeschutz lässt sich mit Containermodulen problemlos umsetzen. Abhängig vom Energiekonzept sind Gebäude im KfW-Effizienzhaus-Standard möglich.
Wie wird der Nachweis über Wärmebrücken geführt?
Der monolithische Wandaufbau ist zu 100% wärmebrückenfrei und besitzt keinerlei Durchdringungen wie bspw. Schrauben oder Bolzen. Die auf der Rauminnenseite eingebrachte Dämmung ist vollflächig verklebt. Dank einer lückenlosen Qualitätssicherung während des maschinellen Isoliervorgangs per Videokamera ist die Dämmung frei von Lufteinschlüssen (sogenannte Lunker).
Wie schwer ist ein Modul?
Im Vergleich zum konventionellen Wohnungsbau ist das Gewicht um ca. 25 Prozent reduziert. Ein ausgebautes 40FT HC Cube-Modul mit Bad, Küche und Möbel wiegt etwa 13 Tonnen.
Können die Module rosten?
Durch den Einsatz von Cortenstahl sind Seefrachtcontainer extrem witterungsbeständig und sogar salzwasserresistent. Oberflächlich angerostet, schützt der Oberflächenrost den darunterliegenden Stahl. Durch ein Flachdach, eine Außenlackierung oder vorgehängte Fassaden ist das Modul auf Wunsch zusätzlich vor Umwelt- und Witterungseinflüssen geschützt.
Welche Fundamentierung ist im Modulbau notwendig?
Die Lastabtragung bei Modulen erfolgt über die 4 ISO-Containerecken. Demzufolge sind Punkt- oder Streifenfundamente in den Modulachsen ausreichend. Beim 40FT Container ist ein zusätzliches Punktfundament jeweils mittig unter der Längswand sinnvoll. Sondergründungen (z. B. reversible Schraubfundamente) abhängig vom Baugrund sind möglich.
Welches Material wird für die Dämmung verwendet?
Es wird hoch effizienter PUR-/PIR-Schaum (Polyurethan-/Polyisocyanurate-Hartschaum) verwendet. Es handelt sich um das gleiche Material wie auch in PUR-Matratzen oder Sneakersohlen und ist gesundheitlich unbedenklich. Auf Wunsch können durch den zertifizierten Einsatz erneuerbarer Rohstoffe in der Produktion fossile Rohstoffe eingespart und kann die Nutzung erneuerbarer Ressourcen gefördert werden.
Wie breit kann die Dämmung maximal eingebracht werden?
Die Dämmung ist im Mittel zehn Zentimeter stark. Für eine noch effizientere Dämmung kann nach Rücksprache mit der Produktion die Dämmungsstärke in der Wand von 10 auf maximal 14 Zentimeter erhöht werden. Die Dämmstärke der Decke kann nicht verändert werden. Durch eine kompakte Anordnung mehrerer Module wird die Dämmwirkung zusätzlich verbessert.
Welche Baumaterialien werden im Modul eingesetzt?
Der Wandaufbau des Moduls besteht im Standard von außen nach innen aus: Cortenstahl, PUR-Schaum (Polyurethan-/Polyisocyanurate-Hartschaum) und in der Regel aus einem Sandwichelement aus Gipsfaserplatte, Mineralfaserplatte und Gipsfaserplatte. Wand- und Deckenoberfläche innen sind standardmäßig mit diffusionsoffener Silikatfarbe gestrichen. Auf der Rauminnenseite kann alternativ auch jede Großformatplatte eingebracht werden, bspw. eine Dreischichtplatte aus naturbelassenem Holz. Bei den Oberflächen und Möbeln steht eine breite Auswahl an gütegeprüften Markenprodukten zur Verfügung.
Was ist eine CSC-Plakette?
CSC steht für das internationale Übereinkommen über sichere Container (International Convention for Safe Containers). Die CSC-Plakette enthält alle Angaben zum Cube, wie z. B. Typ, Hersteller, Zulassungsnummer (wichtig auch für den Zoll), Baujahr, Seriennummer, Gewichte und das Gültigkeitsdatum der Plakette. Beim Umbau der Module in ein Wohnraummodul wird die vorhandene CSC-Plakette entfernt, und der Cube ist vom standardmäßigen internationalen Transport ausgeschlossen.
Brauche ich eine statische Berechnung für ein Gebäude aus Containern?
Wir kennen die technischen Spezifikationen und verfügen über umfangreiche Detailzeichnungen zu den Seefrachtcontainern. Für die Regeldetails in den Standardkonfigurationen liegen die statischen Berechnungen vor. Jedoch sind projektbezogen stets individuelle statische Berechnungen und projektabhängig auch eine Prüfstatik zu erbringen. Dabei spielen neben der Anordnung und Ausgestaltung der Module weitere Punkte eine Rolle, wie z. B. Standort (Schneelasten, Erdbebenzone), Verkehrslasten und die Bodenbeschaffenheit.
Über welche Energieeffizienz verfügt ein Modul?
Unsere Module erfüllen die Vorgaben der EnEV 2016. Eine Ausführung als KfW-Effizienzhaus 40 ist auf Wunsch und in Abhängigkeit von der technischen Gebäudeausrüstung möglich
Wie wird im Modul geheizt und gekühlt?
Unsere Module sind standardmäßig teilklimatisiert. In Abhängigkeit vom gewünschten Energiekonzept kann auch eine Fußbodenheizung integriert werden. Bei anderen Anforderungen oder größeren Gebäuden bietet sich ein separates Technikmodul an, das in Abstimmung mit den Fachplanern projektspezifisch auf Ihren Bedarf hin geplant wird.
Was passiert mit den Modulen, wenn sie nicht mehr als Wohnraum verwendet werden?
Alle Containermodule können am Ende ihres Nutzungszyklus von uns vollständig recycelt werden. Dabei werden die Materialien im Sinne der Kreislaufwirtschaft sortenrein voneinander getrennt, fachgerecht entsorgt oder in den technischen Kreislauf zurückgeführt.
Bauweise
Wir wird die Bauweise mit Seefrachtcontainer im Bauordnungsrecht behandelt?
Die Genehmigungsverfahren sind identisch mit denen für den konventionellen Hochbau. Gebäude aus Modulen sind trotz ihrer bleibenden Mobilität genehmigungspflichtig und benötigen eine Baugenehmigung. Für unsere Module existieren umfangreiche statische Berechnungen, Brandschutz- sowie Schallschutzgutachten, und der monolithische Wandaufbau erfüllt die Vorgaben der EnEV 2016. Die Module bedürfen entsprechend der jeweiligen Landesbauordnung vor ihrer Verwendung bei baulichen Anlagen einer vorhabenbezogenen Bauartgenehmigung (vBG) oder einer Zustimmung im Einzelfall
Warum verwendet TCmobility gebrauchte Seefrachtcontainern?
Durch die Verwendung von gebrauchten Seefrachtcontainern leistet TCmobility einen nachhaltigen Beitrag für eine verbesserte Ökobilanz. Statt in einer Schrottpresse zu landen, findet das Modul seinen Weg zu einer neuen, langfristigen Bestimmung.
Besteht das Risiko von schädlichen Rückständen/Pestiziden an unseren Modulen in Innen- Aussenbereich?
Vor dem Ausbau werden unsere Module industriell gereinigt. Mit unseren Containerlieferanten definieren wir Auswahlkriterien und bekommen nur gebrauchte Module, die unseren Qualitätsanspruch in Bezug auf statische und bauliche Faktoren, aber auch Schadstofffreiheit erfüllen.
Die Innenflächen des Moduls sind durch unseren Wandaufbau/den PUR-Schaum versiegelt. In einem solchen isolierten Modul werden Emissionsmessungen durchgeführt, um z. B. Rückstände aus der Begasung (die Prozedur, mit der das Innere vor Schädlings- oder Schimmelbefall geschützt wird) zu identifizieren. Dabei wird mit Infrarotspektren auf 50 Stoffe gemessen. Im Ergebnis werden keine erhöhte Schadstoffkonzentrationen festgestellt, teilweise lagen die Stoffe sogar nahe der Nachweisgrenze.
Ist die Qualität der Module mit der eines konventionellen Gebäudes vergleichbar?
Unsere Module sind bauphysikalisch einwandfrei, wurden von unabhängigen Prüfanstalten umfangreich untersucht und bieten eine außerordentlich hohe Aufenthaltsqualität, die mit konventionellen Gebäuden vergleichbar ist. Die Module entstehen unter gleichbleibend guten Bedingungen in den Produktionshallen unseres Produzenten. Hier lassen sich alle Gewerke optimal koordinieren, aufeinander abstimmen und kontrollieren.
Durch bewährte Detaillösungen, standardisierte Prozesse und durchgängige Überwachung ist die hohe Qualität, der bis zu 90% Prozent im Werk vorgefertigten Module garantiert. Beim konventionellen Bauen ist die Beseitigung von Mängeln übrigens nachweislich der größte Kostentreiber, sie entstehen vor allem durch eine schlechte Koordination der Gewerke auf der Baustelle sowie durch mangelnde Qualitätsüberwachung.
Wo liegt der Vorteil des industriellen Bauens?
Unsere Module werden in industrieller Fertigung im Werk hergestellt. Dies bietet erhebliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Bauweisen. Kürzere Bauzeiten dank paralleler Abläufe und witterungsunabhängiger Produktion sowie daraus resultierend frühere Nutzungsmöglichkeiten der Gebäude und schnellere Refinanzierungen sorgen für einen geldwerten Vorteil und vor allem für Planungs-, Kosten- und Terminsicherheit.
Durch den Einsatz hochwertiger Baumaterialien, standardisierte Abläufe und fortlaufende Qualitätssicherungsprozesse wird eine konstant hohe Qualität gewährleistet, Verschnitt und Materialverbrauch sind optimiert. Und auf der Baustelle fallen während der kurzen Aufstellzeiten keine Emissionen durch Lärm und Staub an.
Welche Aspekte machen ein Modulgebäude nachhaltig?
Die Nachhaltigkeit der Module lässt sich am gesamten Lebenszyklus dokumentieren. Durch die Verwendung gebrauchter Seefrachtcontainern reduziert sich der Energieeinsatz zur Herstellung der Module erheblich (sogenannte graue Energie). Bei der Fertigung im Werk werden durch den optimierten Einsatz der Materialien Ressourcen geschont.
Beim Aufstellen der Module vor Ort wird durch den hohen Vorfertigungsgrad die Belastung der Umwelt durch Schmutz, Lärm und Bauabfälle auf ein Minimum reduziert.
Während des Betriebs der Gebäude sorgt die Hochleistungsdämmung für herausragende Dämmwerte und zusammen mit optimierten Energiekonzepten für niedrige Betriebskosten. Abhängig vom Energiekonzept sind Gebäude im KfW-Effizienzhaus-Standard möglich.
Alle Module können am Ende ihres Nutzungszyklus von uns vollständig recycelt werden. Dabei werden die Materialien im Sinne der Kreislaufwirtschaft sortenrein voneinander getrennt, fachgerecht entsorgt oder in den technischen Kreislauf zurückgeführt.
Wofür steht die Abkürzung DGNB?
DGNB steht für die Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB e. V.). Dies entspricht unserer Philosophie, die darin besteht, zukunftsweisend und nachhaltig Wohnraum zu schaffen.
Wie behaglich ist das Raumklima in einem Modul?
Unsere Module erfüllen alle bauphysikalischen Anforderungen und schaffen im Winter und im Sommer ein optimales Raumklima. Darüber hinaus setzen wir bei der Ausstattung bevorzugt wohngesunde Materialien für ein behagliches Raumgefühl ein.
Sind auch kleinere Projekte in Modulbauweise möglich?
Aufgrund der maschinellen Verarbeitung, den damit verbundenen Rüstzeiten und dem projektbezogenen Planungsaufwand sind individuell geplante, kleinere Projekte meist nicht wirtschaftlich. Deshalb bieten wir alternativ vorgeplante Module als fertige Produktlösungen in verschiedenen Ausbaustufen an. Die Bandbreite reicht dabei vom isolierten Rohbaumodul ab Werk, vorbereitet für den weiteren Innenausbau in Eigenleistung, über ein bezugsfertig.
Wie viel Zeit wird für die Produktion eines Moduls inklusive Aus- und Aufbau benötigt?
Aufgrund einer patentierten maschinell eingebrachten Isolierung wird ein 40FT Cube in nur 2 Stunden vollständig isoliert – inklusive raumseitigen Abschlusses in Form einer Gipsfaserplatte. Die Jahresleistung beträgt bis zu 3.000 Module, und im Innenausbau können bis zu 200 Module zeitgleich fertiggestellt werden.
Auf der Baustelle werden die auf Wunsch bezugsfertig ausgebauten Module innerhalb kürzester Zeit auf die bereits vorhandenen Fundamente gestellt und an die Medien angeschlossen. Dadurch lassen sich die Bauzeiten vor Ort meist auf ein Drittel der sonst üblichen Bauzeiten reduzieren.
